Auf den Spuren der Menschheit

Tempel – Kirche – Kraftort – Religion

Der Tempel:
Der Tempelplatz ist eine Sternwarte, eine Kalendermaschine, ein Wallfahrtsort und die älteste Universität. „Tempel“ ist dabei die älsteste Form und Bezeichnung des Kalenders, die wir kennen. Es ist ein ureuropäischer Begriff aus der jüngeren Steinzeit. Er setzt sich aus zwei Worten zusammen:
TEM = tempt, time, tempus, Tide, Zeit   und
PEL = Pol, Pollen, Pfosten, Pfeiler, pillar, Pfahl
Der Tempel ist also ein Zeitpfahl.

Die Kirche:
Das Wort Kirche bedeutet nichts anderes als Circus = (heiliger) Kreis.
Unser Wort „Kirche“ stammt vom lateinischen „circus“ ab, womit ursprünglich der Steinkreis gemeint war. Hier wurden, wie bei den Thingplätzen unter anderem Versammlungen der Ältesten abgehalten.
Etymologisch wurde mehrfach nachgewiesen, dass das Wort (Stein)Kreis die Wurzel für unser heute gebräuchliches Wort Kirche ist.

Der Kraftort:
Für den Begriff Kraftort gibt es viele Interpretationsmöglichkeiten: Der kleine Altar im eigenen Garten, eine Wallfahrtskirche oder eine Quelle bis zu dem Steinkreis von Stonehenge.
Begonnen hat das Ganze in der Urzeit:
Die einfachen  Plätze wie Quellen, Berge, ungewöhnliche Felsformationen, Wasserfälle, Waldlichtungen oder besondere Erdenergien wurden von den Menschen entsprechend durch Holzpfähle, Steinhaufen oder Tierfelle (Totems) markiert.
Daraus erwuchsen später Erdställe, Steinkreise, Menhire und Steinreihen. Diese – oft auch monumentalen Anlagen – wurden von den Schamanen, Druiden oder Priestern zu astronomischen Berechnungen verwendet und dienten als Sonnen-, Mond- oder  Sternobservatorien. Dabei errichtete man u.a. bestimmte Fixierpunkte in den Bauwerken, die diese Beobachtungen wie die Sonnwendzeiten ermöglichten. Das Wissen, dass somit in diesen Anlagen gespeichert und erweitert wurde, kennen wir heute als die „Heilige Geometrie“, die sich in Bauwerken wie den Sonnenpyramiden von Mexiko, den Pyramiden von Gizeh, den Steinkreisen von Stonehenge und Goseck und den großen Kathedralen in Frankreich wiederspiegeln.
Orte der Kraft waren und sind Orte der „Re-ligio“, der Rückverbindung mit dem Wesen der Natur und Gott.

Und somit finden wir auf diesem kleinen Streifzug durch die Historie der Menschheit eine deutliche Verbindung zwischen den Begriffen: Tempel – Kirche – Kraftort – Religion.
Alles ist in Wahrheit Eins und miteinander verbunden und die besonderen Orte sind „Portale zwischen den Welten“.

Literaur von
Heimatforscherin Berta Runge, lrdning, „Rätsel der Heimat“
Günter Kantilli, „Die Kelten im Mostviertel“
Bernhard Frodi Schulz, „Der Baum der Bäme, die Verbindung zwischen Stern, Stein und Stirn“